> Wald und Holz

 
Wald ist einer unserer grössten Reichtümer. Schon weit mehr als die Hälfte der Fläche des Gail-, Gitsch- und Lesachtales ist bewaldet. Und wir verwalden rasch weiter: pro Jahr zusätzlich um 110 ha. Der Gailtaler Waldschratt als Phänotyp der Zukunft?


Holz ist somit einer der wichtigsten Rohstoffe in unserer Region. Allein im Bezirk Hermagor stehen 11 Millionen Festmeter auf Vorrat. Und jährlich kommen 260.000 fm dazu. Geerntet werden aber nur 130.000 fm. Wir verzichten also auf rd. 4 Mio EUR an zusätzlicher Wertschöpfung. Ist unser Reichtum schon eine lästige Plage?

Holz ist zweifellos der beste Baustoff: universell einsetzbar von der Hundehütte über raffinierte Designer-Möbel und extravaganten Holzschmuck bis hin zum monumentalen Industriebau. Angesichts der Treibhausproblematik wird Holz als erneuerbarer Rohstoff zu einem immer wichtigeren CO2-neutralen Energieträger.

Wer den Wald lediglich als Holzlieferanten sieht, ist schon auf dem Holzweg. Wald schützt vor Lawinen, Muren und Hochwässern. Wald speichert und filtert Trinkwasser. Wald dient als Erholungsraum. Wald dient dem Wild als Lebensraum und verhilft somit der Jagd zu ihrer hohen wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung für unsere Region.

Vorausschauende Waldbauern haben sich deshalb zu Waldwirtschaftsgemeinschaften zusammengeschlossen. Vom Lesachtal bis Arnoldstein bringen zur Zeit mehr als 200 Waldbesitzer bereits über 6000 ha Waldfläche in die nachfolgenden regionalen Gemeinschaften ein:


Waldwirtschaftsgemeinschaften:

WWG Lesachtal WWG Jauken WWG Hermagor und Umgebung WWG Dobratsch- Kobesnock- Erzberg WWG Feistritz an der Gail

Um wichtige gemeinsame Anliegen effektiver einbringen zu können und gemeinsame Aufgaben leichter zu bewältigen, wurde eine regionale Plattform geschaffen - die "Waldwirtschaftsgemeinschaft Region Gailtal".

In diesem Verband verfolgen die fünf Waldwirtschaftsgemeinschaften, vertreten durch ihre Obmänner, folgende Ziele:

  • Förderung naturnaher Waldwirtschaft (Schulungen, Praxistage, Vorführungen, Exkursionen)
  • Organisation von Mashineneinsätzen(Seilkran, Harvester)
  • Gemeinschaftliche Holzvermarktung und
  • Stärkung der Partnerschaft mit der heimischen Holzindustrie
  • Regelung der Wald-Wildproblematik(Grundlagenstudie Rotwild, Massnahmenkatalog Schälschäden)

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