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Kärntner Wulfenia - die Kärntner "Landesblume"
Die Kärntner Wulfenie (Wulfenia carinthiaca) ist weltweit nur rund um den Gartnerkofel und im montenegrinisch-albanischen Grenzgebiet zu finden.
Das Vorkommen in den Karnischen Alpen erstreckt sich über italienisches und österreichisches Staatsgebiet, diesseits der Grenze blüht die Wulfenia auf den Weideflächen der Kühweger Alm, der Watschiger Alm, der Möderndorfer Alm und der Garnitzenalm, jenseits der italienischen Grenze auf der Zirkel-Alm und der Auernig-Alm.
Die Schönheit der Blume und ihr außerordentlich kleines Verbreitungsgebiet machen die Kärntner Wulfenia zur Besonderheit und deshalb wohl gilt sie als Kärntner Landesblume.

Der Rückgang der Kärntner Wulfenia
Aber auch innerhalb des kleinen Verbreitungsgebietes ist das Vorkommen der Wulfenia keineswegs stabil. In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurden Wulfenia-Bestände kleiner und seltener. Wenn auch genaue Erkenntnisse fehlen, ist zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen die Einschätzung gemeinsam, dass die Almbewirtschaftung im Verbreitungsgebiet einen positiven Einfluss auf die Wulfenia hat und dementsprechend das Zurückgehen der Almbewirtschaftung als eine wesentliche Ursache für den Rückgang der Wulfenia zu werten ist. Der Einfluß des Weideviehs - Tritt und Verbiß - sowie das Schwenden der Almbewirtschafter fördern die Wulfenia. Bei Rückgang oder Ausfall der genannten Bewirtschaftung hingegen schwinden die Wulfenia-Bestände. Auch die einstmals landläufige Bezeichnung der Wulfenia als "Kuhtritt" weist auf diesen Zusammenhang hin.

Das "Wulfenia-Projekt"
Innerhalb des Interreg IIIA-Projektes "Nachhaltige Naturraumentwicklung Karnische Alpen - Arbeitspaket 3: Wulfenia - Grenzüberschreitendes Almbewirtschaftungskonzept zur Erhaltung des 'Kuhtritts'" werden in einer ersten Phase die Standortbedingungen der Wulfenia wissenschaftlich erforscht und darauf aufbauend umsetzungsreife Wulfenia-Pflegemassnahmen und Almbewirtschaftungskonzepte erarbeitet. In der zweiten Projektphase werden die Pflegemassnahmen von den oben genannten Almgemeinschaften und der Nassfeld Lift-GmbH umgesetzt.
Damit soll dem weiteren Rückgang der Kärntner Wulfenia vorgebeugt und so gemeinsam mit den im "Wulfeniagebiet" wirtschaftenden Menschen die Voraussetzung zur Erhaltung der Kärntner Landesblume geschaffen werden. Der rege Erfahrungsaustausch mit den Verantwortlichen auf italienischer Seite gewährleistet den grenzüberschreitenden Charakter des Wulfenia-Projektes.
Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Kärnten finanziert. Darüber hinaus unterstützt die Stadtgemeinde Hermagor das Projekt finanziell.



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