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Almen gemeinsam entwickeln - Sviluppare insieme le malghe -
Grenzüberschreitendes Almentwicklungsprogramm Karnische Alpen - Programma transfrontaliero per lo sviluppo delle malghe

Seit Ende des ersten Weltkrieges müssen mehrere Almen des Gailtales über die österreichisch-italienische Staatsgrenze hinweg bewirtschaftet werden. Nach wie vor gelten in beiden Staaten unterschiedliche Gesetze, Förderbestimmungen und Richtlinien, wodurch die Bewirtschaftung dieser Flächen erschwert wird. Für die Achomitzer Alm, Feistritzer Alm, Dreulach-Göriacher Alm und Uggowitzer Alm wurden bereits in einem Modellprojekt grenzüberschreitende Almentwicklungspläne erstellt und im EU-Programm Interreg II umgesetzt. Im Rahmen von Interreg IIIA wird das Projektgebiet um Dolinza Alm, Görtschacher Alm und Werbutz Alm erweitert. Die im Projekt behandelten Almen liegen in den Karnischen Alpen im unteren Gailtal bzw. im Kanaltal.

Ziel des Projektes ist die langfristige Sicherung und nachhaltige Entwicklung der naturräumlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundlagen. Weiters soll zwischen gegensätzlichen Interessen, wie Almwirtschaft, Naturschutz, Jagd und Tourismus ein Ausgleich gefunden werden.
Die Bewirtschaftung der sieben Almen weisen ähnliche Schwierigkeiten auf.
- Besitzstruktur: Agrargemeinschaften mit zahlreichen Berechtigten und wenigen Ausübenden.
- Verlust an Weideflächen durch Verbuschung und Wiederbewaldung, mangels vernachlässigter Weidepflege in den letzten Jahrzehnten und
- geringem Interresse an der Bewirtschaftung der Almen bedingt durch den Rückgang an Landwirten
- Grenzüberschreitende Bewirtschaftung: Durch die Neuregelung der Staatsgebiete nach dem Ersten Weltkrieg verläuft die Staatsgrenze mitten
- durch Almgebiete und trennt diese Flächen von den Heimgütern ab. Dadurch ergeben sich für die Landwirte zusätzliche Schwierigkeiten zur
- ohnehin schon problematischen Entwicklung der Berglandwirtschaft

Das Interesse der Öffentlichkeit und des Naturschutzes zur Erhaltung der Almen hat sich erhöht, da es sich dabei um einen besonderen Lebensraum mit einer reichhaltigen Fauna und Flora handelt, welche sich in Jahrhunderten der Bewirtschaftung an den Lebensraum angepasst haben. So sind Almen ein beliebtes Ausflugsziel vieler Wanderer und Touristen.
Das Almentwicklungsprogramm soll ein Beitrag dazu sein, die Almen im Grenzgebiet als Natur- und Wirtschaftsraum zu erhalten, zu beleben und zu verbessern. Darüber hinaus sollen Konzepte für die wirtschaftliche Belebung der Almen entwickelt und umgesetzt werden.
Die Ergebnisse werden über Präsentationen, eine Publikation und Folder der Bevölkerung zugänglich gemacht (zweisprachig).
Das Almentwicklungskonzept wird in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, Betroffenen und Interessenten auf österreichischer und italienischer Seite erstellt. Der daraus resultierende Almentwicklungsplan bildet die Grundlage für die Umsetzung almwirtschaftlicher und naturschutzfachlichen Maßnahmen.
Von Anfang an sollen alle Beteiligten und Interessierten in die Diskussionen über Ziele und Inhalte eingebunden werden und so zu einem integrierten Almentwicklungs- und Naturschutzkonzept mit folgenden Ergebnissen führen.

- Karten des Naturraumes
- Maßnahmenpläne
- Umsetzungsmaßnahmen zur Revitalisierung der Almen
- Belebung der Region durch Almen
- Naturraum: Inventar, Besonderheiten und Nutzungspotenzial
- Almentwicklungspläne
- Erfolgskontrolle der Maßnahmen (Monitoring)




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